Zivilcourage kann man lernen!

Das Zivilcourage-Projekt „Schnell weg! Zwischen Panik und Gewissen“ gibt es in Heidelberg seit 2011. Es lehnt sich inhaltlich an die bundesweite Polizei-Aktion „Tu was!“ zum Thema Zivilcourage an. Auslöser waren die spektakulären Übergriffe in deutschen Großstädten, wie etwa auf Dominik Brunner. In der Region Heidelberg wollte man derartigen Übergriffen entgegenwirken. Denn Menschen jeglichen Alters, aller Kulturen und aus allen sozialen Gruppen können im öffentlichen Leben unschuldig in bedrohliche Situationen oder Gewaltsituationen geraten: Als Beobachter oder Helfer oder auch als Opfer. Deshalb sollen Menschen darin unterstützt werden, in kritischen Situationen richtig zu reagieren und sich für andere einzusetzen.

Das Projekt „Schnell weg! Zwischen Panik und Gewissen“ 

Das Trainerteam (v.l.n.r.: Reiner Greulich, Stefanie Ferdinand, Günther Bubenitschek)

© Katzenberger-Ruf 

In kritischen Situationen richtig reagieren 

Das Zivilcourage-Projekt „Schnell weg! Zwischen Panik und Gewissen“ gibt es in Heidelberg seit 2011. Es lehnt sich inhaltlich an die bundesweite Polizei-Aktion „Tu was!“ zum Thema Zivilcourage an. Auslöser waren die spektakulären Übergriffe in deutschen Großstädten, wie etwa auf Dominik Brunner. In der Region Heidelberg wollte man derartigen Übergriffen entgegenwirken. Denn Menschen jeglichen Alters, aller Kulturen und aus allen sozialen Gruppen können im öffentlichen Leben unschuldig in bedrohliche Situationen oder Gewaltsituationen geraten: Als Beobachter oder Helfer oder auch als Opfer. Deshalb sollen Menschen darin unterstützt werden, in kritischen Situationen richtig zu reagieren und sich für andere einzusetzen. 

Handlungsorientierte Trainings 

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Zivilcourage-Kurse sollen lernen, wie sie sich in kritischen oder gefährlichen Situationen, bei denen sie selbst oder andere Menschen in eine Notlage geraten sind, am besten verhalten. Die Trainings sind handlungsorientiert aufgebaut: Selbst erlebte unangenehme Situationen werden nachgestellt und im Anschluss das richtige Verhalten besprochen. In drei Stunden lernen die 12 bis 18 Teilnehmenden, welche Handlungsalternativen ihnen in bestimmten Situationen zur Verfügung stehen und wie sie konkret helfen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Die Kurse nutzen die sechs Verhaltenstipps der Aktion „Tu was!“ 

  1. gefahrlos handeln 
  2. Mithilfe fordern 
  3. genau hinsehen 
  4. Hilfe holen 
  5. Opfer versorgen 
  6. als Zeuge mithelfen 

als Leitfaden. Außerdem erhalten die Teilnehmenden rechtliche Hintergrundinfos zu den Themen „Notwehr“, „Nothilfe“ und „Unterlassene Hilfeleistung“.
 

Mutig eingreifen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

© DDRockstar, fotolia 

Polizei und Vereine kooperieren 

Das Projekt wird von der Polizeidirektion Heidelberg, dem Verein „Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e. V.“ und dem Verein „Sicheres Heidelberg – SicherHeid e. V.“ geführt. Die Kurse werden grundsätzlich von einer Theaterpädagogin und einem Polizeibeamten oder einer Polizeibeamtin gemeinsam geleitet. 

Erwachsene als Zielgruppe 

Zielgruppe des Zivilcourage-Projekts sind erwachsene Frauen und Männer sowie Jugendliche ab 16 Jahren. Es gibt offene Kursangebote, zu denen sich Einzelpersonen anmelden können, aber auch die Möglichkeit, einen Kurs als geschlossene Veranstaltung zu buchen – beispielsweise als Sportverein oder für Auszubildende in einem Betrieb. 

Mit Gefahrensituationen besser umgehen lernen 

Kontakt: 

Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e. V. 

Günther Bubenitschek 

Römerstraße 2-4 

69115 Heidelberg 

Tel.: 06221/991241 

http://www.praevention-rhein-neckar.de

Das Thema Zivilcourage wird in die Öffentlichkeit getragen. Menschen werden dazu animiert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. Denn viele möchten anderen in Notsituationen helfen, wissen aber nicht, wie sie dies am besten tun können. Die Teilnehmer der Kurse können mit zukünftigen Gefahrensituationen besser umgehen, weil sie konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen und umsetzen lernen. So können sie anderen oder auch sich selbst helfen, ohne sich zu gefährden. 

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