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Schulische und familiäre Suchtprävention durch Peer-Eltern

Das Berliner Programm „PEaS“

Das Berliner Programm „PEaS“


Schule ist ein Ort, den Eltern mitgestalten können

© Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH

Riskanter Medien- und Alkoholkonsum beginnt früh

Ein Ergebnis der Studie „Jugendliche-Alkohol-Hintergründe“ (JAH) der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH hat im Jahr 2008/2009 gezeigt, dass im Alter von 12 bis 15 Jahren häufig der Erstkonsum von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen stattfindet. Eine bedeutende Rolle in der Suchtvorbeugung kommt vor allem den Eltern zu. Je besser die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist, desto größer ist der Schutz der Kinder vor problematischer Computernutzung oder zu frühem und riskantem Alkoholkonsum. Viele Eltern reden jedoch mit ihren Kinder nicht häufig über das Thema Alkohol oder wissen nicht, inwieweit die Mediennutzung ihres Kindes gefährlich ist. Zusammen mit der Gesundheitsstadträtin des Bezirks Temepelhof-Schöneberg hat man sich deshalb Gedanken gemacht, wie man die Lücke zwischen schulischer und familiärer Prävention langfristig und nachhaltig schließen kann. Daraufhin wurde das Projekt „PEaS – Peer Eltern an der Schule“ von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin zusammen mit der AOK Nordost initiiert – zunächst nur in Tempelhof-Schöneberg, mittlerweile auch in vielen anderen Berliner Bezirken sowie den Bundesländern Mecklenburg-Vompommernn und Brandenburg. In speziellen Kursen werden Erziehungsberechtigte von Kindern der Klassen 3 bis 6 zu so genannten „Peer Eltern“ ausgebildet.

Unsicherheiten abbauen

Die individuelle Haltung der Eltern zum Konsum von Suchtmitteln und ihre eigene Vorbildfunktion tragen wesentlich dazu bei, welchen Umgang ihre Kinder mit Suchtmitteln entwickeln. Oft bestehen aber unter Eltern ganz viele Unsicherheiten, wenn es etwa um Medien- oder Alkoholkonsum geht. „Das Besondere an ‚PEaS – Peer Eltern an Schule‘ ist, dass nicht nur Lehrkräften, sondern auch Eltern ein suchtpräventiver Kompetenzbaustein angeboten wird, der beide Zielgruppen miteinander verbindet“, so Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin. „Gerade das schafft die Basis für ein gemeinsames Engagement mit dem Ziel, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.“ Die vorrangigen Ziele von PEaS sind

  • Stärkung der elterlichen Mitwirkung im Setting Schule
  • Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung und der Kommunikation in der Familie
  • Erhöhung der Ausbildung familiärer Schutzfaktoren sowie
  • Minimierung von Risikofaktoren für eine Suchtentstehung
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