
Symptome, Vorbeugung und Risikofaktoren
Medikamente – Einnahme mit Bedacht
Wenn Medikamente süchtig machen
Von einer Medikamentensucht, auch Medikamentenabhängigkeit, spricht man, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- starker Wunsch oder auch Zwang, das jeweilige Medikament zu konsumieren
- verminderte Kontrolle, die Einnahme der Medikamente zu dosieren oder zu beenden
- körperliche Entzugssymptome bei fehlendem Medikament
- Toleranzentwicklung (Wirkungsverlust oder Dosissteigerung)
- fortgesetzter Konsum trotz auftretender Folgeschäden
Strategien zur Vorbeugung
Es gibt verschiedene präventive Maßnahmen, die wir selbst ergreifen können, um einer Sucht vorzubeugen. So können wir zum Beispiel
- Medikamente nur bei medizinischer Notwendigkeit einnehmen, die mit dem Arzt besprochen wurde
- nur die kleinste notwendige Dosis einnehmen, um den gewünschten Effekt zu erzielen
- die Anwendung so kurz wie möglich halten
- bei der Dosisreduktion langsam vorgehen und Medikamente nicht schlagartig absetzen
Die Sucht beginnt schleichend
Es gibt eine Reihe von Anzeichen, die auf eine Medikamentensucht hindeuten können, darunter:
- ein starkes und unkontrollierbares Verlangen nach dem Medikament („Craving“)
- körperliche und psychische Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Angst, Unruhe, Kopfschmerzen und Übelkeit
- weitere psychische Symptome wieInteressenlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gedächtnisstörungen und Depressionen
- körperliche Symptome wie Magenerkrankungen, Leberschädigungen oder Nierenversagen
- Vernachlässigung von Hobbys, Arbeit, sozialen Beziehungen und anderen wichtigen Bereichen des Lebens
Anzeichen frühzeitig erkennen
Wer Gefahr läuft, medikamentenabhängig zu werden oder schon einmal abhängig war, sollte in kritischen Situationen besonders vorsichtig sein. Wichtig ist,
- frühzeitig die Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Sucht wieder stärker wird und entsprechende Maßnahmen ergreifen
- mit einer Vertrauensperson zu sprechen, Entspannungstechniken anzuwenden oder sich anderweitig abzulenken
- sich wieder an die eigenen Gründe für die Abstinenz zu erinnern und die eigenen Stärken zu nutzen
- unbedingt zu vermeiden, das Medikament „noch ein letztes Mal“ zu konsumieren, um keinen Rückfall zu riskieren
Professionelle Hilfe finden
Um eine Medikamentensucht dauerhaft zu bekämpfen, können wir
- professionelle Hilfe von einem Arzt, Suchtberater oder einer Fachklinik in Anspruch nehmen
- uns einer Selbsthilfegruppe anschließen
- uns von Freunden und Familienangehörigen unterstützen lassen
- Situationen und Menschen aus dem Weg gehen, die uns an unseren Konsum erinnern („Trigger“)
- auf eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung und Schlaf achten
- uns kleine, realistische Ziele setzen und geduldig sein
KF (30.05.2025)
Artikel zum Thema Medikamentensucht
Was kann man tun, um das Klima zu schützen?
Strom, Wasser, Heizen
Jeder kann dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Wir geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie nicht nur aktiv das Klima schützen, sondern…
| mehrDie Polizei findet häufig erhebliche Mängel
Tiertransporter unterwegs
In Deutschland wurden im letzten Jahr allein 60 Millionen Schweine geschlachtet. Wenn man bedenkt, dass jedes Tier in der Regel zwei Mal in seinem…
| mehrWild und Fische dürfen nur mit Genehmigung erlegt oder geangelt werden
Die illegale Jagd auf Rehe und Karpfen
Heute hat es niemand mehr nötig, aus materieller Bedürftigkeit, also um seinen Hunger zu stillen, selbst Wild zu erlegen oder Fische aus Flüssen oder…
| mehrDer Kampf des Landeskriminalamtes gegen Umweltkriminalität im Land Brandenburg
Dreckige Geschäfte
Das Geschäft mit dem illegalen Transport und der Entsorgung von Müll ist weiterhin lukrativ. Doch trotz der guten Organisation der Täter und des hohen…
| mehrDas LKA Berlin nutzt die Errungenschaften der Kriminaltechnik
Immer wieder Asbest
Umweltsünder werden in der Hauptstadt von den Spezialisten des Kompetenzzentrums Kriminaltechnik (LKA KT 61) mit moderner Spür- und Messtechnik…
| mehrAltöl, Schrottkühlschränke und -autos gehören nicht in den Wald
„Die Leute sollen nicht einfach die Augen zumachen“
Polizeidirektor Olaf Schremm, LKA 23, Dezernat Umwelt- und Verbraucherschutzdelikte, Berlin berichtet über seine Arbeit gegen die Müllsünder.
| mehrLetzter Artikel
Keine weiteren Nachrichten-Seiten
