Viele Angeln ohne die nötigen Genehmigungen
Viele Angeln ohne die nötigen Genehmigungen

Wild und Fische dürfen nur mit Genehmigung erlegt oder geangelt werden

Die illegale Jagd auf Rehe und Karpfen

Heute hat es niemand mehr nötig, aus materieller Bedürftigkeit, also um seinen Hunger zu stillen, selbst Wild zu erlegen oder Fische aus Flüssen oder Seen zu angeln. Deswegen reglementiert der Staat den Zugriff auf den Wild- und Fischbestand durch Gesetze. Trotzdem gibt es noch Wilderei.

Wilderei

Klassische Wilderer stellen entweder Fallen auf oder sie erlegen die Tiere mit Jagdwaffen. Nach der Tat werden die Tiere fortgeschafft und ausgeweidet. Daneben gibt es aber auch Wilderer, die Tiere töten und liegen lassen, weil sie dem Pächter des Jagdreviers schaden wollen oder sie nehmen nur Teile des Kadavers mit. Dies alles ist selbstverständlich illegal und strafbar. Was viele Menschen nicht wissen: Man darf auch keine Geweihe, die man im Wald findet, einfach als Trophäen mitnehmen. Wild, das nach Kollision mit Fahrzeugen tot am Straßenrand liegt, darf man ebenfalls nicht einfach in den Kofferraum seines Wagens laden. Wenn frei laufende Hunde Wild aufscheuchen und die Tiere hetzen, gilt dies auch als Wilderei des Hundehalters. Für die Aufklärung von Wilderei-Delikten sind die örtlichen Polizeibehörden zuständig. Wer Wilderei bemerkt – ob als seriöser Jäger oder als Spaziergänger – sollte sich mit möglichst genauen Beobachtungen an die Polizei wenden.

§ 292 StGB Jagdwilderei

Wer unter Verletzung des Jagdrechts (…) dem Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet (…), wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. In besonders schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn die Tat gewerbs- oder gewohnheitsmäßig, zur Nachtzeit, in der Schonzeit, unter Anwendung von Schlingen oder in anderer nicht weidmännischer Weise oder von mehreren mit Schusswaffen ausgerüsteten Beteiligten gemeinschaftlich begangen wird.

Angeln

Um Angeln gehen zu dürfen, benötigt man einen staatlichen Fischereischein, den man nach einer Prüfung bei der zuständigen Fischereibehörde erhält. Außerdem braucht man einen Erlaubnisschein für das Gewässer, in dem man angeln will. Diesen erhält man beim Besitzer des Fischereirechts für das betreffende Gewässer. Er ist unterschiedlich lange gültig – die Bandbreite geht von einer Tages- bis zu einer Jahreskarte. Ohne Vorlage eines Fischereischeins darf kein Erlaubnisschein ausgestellt werden. Vor Ort sind Kontrolleure unterwegs, die darauf achten, dass niemand ohne diese beiden Bescheinigungen angelt. Unwissenheit schützt auch in diesem Fall nicht vor Strafe.

§ 293 StGB Fischwilderei

Wer unter Verletzung fremden Fischereirechts (…) fischt (…), wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Weitere Infos zum Thema Verkehrsicherheit im gewerblichen Straßenverkehr

Wie praktisch und sicher sind Cargobikes?

Unterwegs mit dem Lastenfahrrad

Für manche Menschen sind sie eine Alternative zum Auto, für andere sogar Inbegriff der Verkehrswende: Lastenräder, auch Cargobikes genannt, boomen,…

| mehr

Rechtfertigt der Tierschutz ein Verbot?

Der Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen

Pferde im Karneval haben eine lange Tradition. Doch seit 2018 in Köln beim Rosenmontagszug zwei Kutschpferde durchgingen und dabei vier Menschen…

| mehr

StVO 2020 mit neue Regeln und Strafen

Neue Regeln, Strafen sowie Schilder für Verkehrsteilnehmer

Mit der StVO-Novelle 2020 soll die Mobilität sicherer, klimafreundlicher und gerechter werden. Die neuen Regeln sind vor allem auf die Stärkung der…

| mehr

Polizeikontrollen sorgen für mehr Sicherheit

Ladungssicherung bei Lkw

Die Autobahnpolizei ist unter anderem für Lkw-Kontrollen zuständig. Dabei wird nicht nur der allgemeine technische Zustand des Fahrzeugs überprüft,…

| mehr

Das Aufprallgewicht von Gegenständen wird oft unterschätzt

Ladungssicherung im Transporter

Das Sichern von Ladung ist ein wichtiges Thema, das jedoch oft nicht ernst genug genommen wird. Dabei können Gegenstände, die nicht gesichert sind,…

| mehr