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Der digitale Nachlass

Jan ist gestorben. Ganz plötzlich. Auf Facebook fragen Freunde, warum er nicht antwortet. Auf eBay läuft gerade seine Auktion aus. Wie sollte man vorsorgen, um ein Daten-Chaos nach dem Tod zu vermeiden?

Wer erbt meine Daten?


Was passiert mit Social Media-Accounts nach dem Tod eines Menschen?

© iluistrator/Fotolia

 

Jan ist gestorben. Ganz plötzlich. Auf Facebook fragen Freunde, warum er nicht antwortet. Auf eBay läuft gerade seine Auktion aus. Wie sollte man vorsorgen, um ein Daten-Chaos nach dem Tod zu vermeiden?

Digitaler Nachlass

Die meisten Menschen regeln ihren digitalen Nachlass nicht. Das bedeutet für die Erben den Start einer kleinteiligen Suche. Welche Accounts hatte der Verstorbene, welche Mail-Konten und Passwörter gibt es? Den digitalen Nachlass eines Menschen einfach zu ignorieren, ist nicht ratsam: Laufende Verträge gehen nämlich in der Regel auf die Erben über. Wer also keine kostspieligen Überraschungen erleben möchte, muss nach bestehenden Verträgen und kostenpflichtigen Mitgliedschaften suchen und diese kündigen. Um das zu tun, werden meist die Sterbeurkunde oder ein Erbschein benötigt. Bei ausländischen Dienstleistern kann es sein, dass eine beglaubigte Übersetzung benötigt wird. Hierdurch entstehen Kosten.

PC, Notebook und Co.

Mit „digitalem Nachlass“ sind alle informationstechnischen Systeme sowie der gesamte digitale Datenbestand eines Verstorbenen gemeint. Dieser reicht vom PC bis zu Daten, die in der Cloud gespeichert sind. Bei Hardware ist der Fall jedoch wesentlich einfacher und klarer als bei Internetanwendungen. Physische Medien wie Desktop-Computer, Notebooks und Tablets sind Eigentum des Verstorbenen und gehen durch den Tod auf die Erben über – und somit auch die darauf enthaltenen Daten. Wichtig hierbei ist es natürlich, Passwörter und Zugangsdaten für die Nachwelt zu hinterlegen. Schwieriger wird es bei Sozialen Medien, Onlinediensten und Verträgen, die gekündigt werden müssen.

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