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Fakten, Meinung, Stimmungsmache

Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland kann nach OECD-Angaben in Texten Fakten von Meinungen unterscheiden. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung der Pisa-Studie von 2018 im Bereich Lesekompetenz. Laut OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sind die deutschen Schüler mit 45 Prozent nur mittelmäßig fit im „strategischen“ Umgang mit dem Internet. Schülerinnen und Schüler aus China, Japan oder Singapur wissen demnach deutlich besser, wie sie im Internet gezielt nach Informationen suchen und wie sie mit Unsicherheiten umgehen. Schleicher weist in diesem Zusammenhang auf die bereits bekannten Ergebnisse zum Thema Lesekompetenz der Pisa-Erhebung: So habe in Deutschland rund jeder fünfte 15-Jährige beim Lesen gerade einmal Grundschulniveau erreicht. Außerdem sei die Lesefreude im Zehnjahresvergleich deutlich zurückgegangen. Die Lesekompetenz hängt zudem sehr von der sozialen Herkunft ab und Mädchen schneiden besser ab als Jungen.

Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen


Kinder, die Bücher auch analog lesen, haben eine höhere Lesekompetenz

© karin-uwe-annas/stock.adobe.com

 

Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland kann nach OECD-Angaben in Texten Fakten von Meinungen unterscheiden. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung der Pisa-Studie von 2018 im Bereich Lesekompetenz. Laut OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sind die deutschen Schüler mit 45 Prozent nur mittelmäßig fit im „strategischen“ Umgang mit dem Internet. Schülerinnen und Schüler aus China, Japan oder Singapur wissen demnach deutlich besser, wie sie im Internet gezielt nach Informationen suchen und wie sie mit Unsicherheiten umgehen. Schleicher weist in diesem Zusammenhang auf die bereits bekannten Ergebnisse zum Thema Lesekompetenz der Pisa-Erhebung: So habe in Deutschland rund jeder fünfte 15-Jährige beim Lesen gerade einmal Grundschulniveau erreicht. Außerdem sei die Lesefreude im Zehnjahresvergleich deutlich zurückgegangen. Die Lesekompetenz hängt zudem sehr von der sozialen Herkunft ab und Mädchen schneiden besser ab als Jungen.

Informationsflut des Internet

Lesekompetenz ist eine Voraussetzung, um bei der Informationsflut des Internets zwischen wahren und falschen Nachrichten unterscheiden zu können. Auch die Medienpädagogin Nadine Eikenbusch, Referentin bei der EU-Initiative klicksafe, sieht die richtige Einordnung von Informationen aus dem Internet für Kinder und Jugendliche als eine echte Herausforderung. Das Ziel von klicksafe ist es deshalb, die Online-Kompetenz von Menschen zu fördern und sie beim kompetenten und kritischen Umgang mit dem Internet zu unterstützen. Denn die Aneignung von Informationen hat sich mit dem Internet stark verändert. In der klassischen Medienlandschaft mit Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen waren diese die Plattformen für Nachrichten. Man vertraute dem Wahrheitsgehalt der einzelnen Nachricht, weil man der Plattform insgesamt vertraute, also der jeweiligen Zeitung oder dem Sender. Mit dem Internet kann jeder, etwa in den sozialen Netzwerken, Nachrichten erstellen, verbreiten und kommentieren. Doch damit ergibt sich die Frage, welche Nachrichten wahr und glaubwürdig sind und welche nicht. „Gerade Kinder und Jugendliche, die viel in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, haben eine ganz andere Auffassung von Nachrichten, als es früher üblich war“, erklärt Nadine Eikenbusch. „So vertrauen sie zum Beispiel Influencern, Freunden oder Personen, die sie über das Netz kennengelernt haben und mit denen sie bestimmte Interessen teilen.“ Die Seiten von klassischen Informationsanbietern wie Verlagen und Zeitung spielen bei der Informationsbeschaffung dann nur eine nachgeordnete Rolle. Witzige, schockierende oder stark emotionalisierende Postings finden im Internet die größte Verbreitung. In Krisenzeiten wie während der Corona-Pandemie steigt die Menge an Fake News und Verschwörungsnachrichten noch einmal stark an. „Nicht nur für Kinder und Jugendliche, auch für Erwachsene ist es oft schwer zu erkennen, welche Nachricht wahr sein könnte und welche nicht“, beschreibt die Medienpädagogin die Situation. Oder wo echte oder vermeintliche Fakten nur dazu dienen, eine bestimmte Meinung oder Weltanschauung zu vermitteln.

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