< Baden-Württemberg sorgt für sichere Innenstädte

Eine vernünftige mechanische Sicherung hilft am meisten

Peter Werkmüller arbeitet bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf in der Abteilung 44 des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Der Experte für die Verhinderung von Wohnungseinbrüchen weiß: Die Methoden der Einbrecher haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich geändert, doch die Sicherheitstechnik hat Fortschritte gemacht. Aber nicht jede technische Lösung, die auf den Markt kommt, macht auch für den Privathaushalt Sinn.

So schützen Sie sich am besten gegen Einbruchdiebstahl

Ein Einbrecher verschwindet im Dunkeln

© Initiative „Nicht mit mir!“

 

Peter Werkmüller arbeitet bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf in der Abteilung 44 des Polizeipräsidiums Düsseldorf. Der Experte für die Verhinderung von Wohnungseinbrüchen weiß: Die Methoden der Einbrecher haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich geändert, doch die Sicherheitstechnik hat Fortschritte gemacht. Aber nicht jede technische Lösung, die auf den Markt kommt, macht auch für den Privathaushalt Sinn.

Herr Werkmüller, was wissen Sie über die Täter bei Wohnungseinbrüchen und wie gehen diese Täter vor?

Wohnungseinbruch ist ein Massendelikt geworden. Reisende Täter, gerade auch aus Osteuropa, kommen hier hin, brechen ein und sind wieder weg. Die meisten Einbrüche geschehen tagsüber, gerade im städtischen Bereich. Der Grund ist: Die Täter kommen dann, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Sie legen keinen Wert auf Konfrontation.
Die meisten Einbrüche werden von so genannten „Gelegenheitstätern“ begangen. Die gehen durch die Gegend und suchen ganz gezielt Möglichkeiten und nehmen diese dann wahr. Diesen Tätern ist es egal, ob sie bei Ihnen einbrechen oder bei Ihren Nachbarn. Wenn sie nicht in zwei bis drei Minuten im Objekt sind, lassen sie allerdings von ihrem Einbruchsversuch ab und gehen zum nächsten Haus. Wenn der Täter versucht, irgendwo einzusteigen, befindet er sich in einer exponierten Lage und aus der muss er sehr schnell wieder heraus. Zwei bis drei Minuten Arbeit an einem Einstiegpunkt, das fällt schon ziemlich auf.

An welchen Stellen im Haus oder bei einer Wohnung brechen die Täter denn am ehesten ein?

Im Bereich der Einfamilienhäuser werden zwei Drittel aller Taten von der Hausrückseite begangen. Da wird in der Regel ein Fenster oder eine Fenstertür aufgehebelt. Das ist die häufigste Vorgehensweise.

Bei Mehrfamilienhäusern haben wir die meisten Einbrüche in der Parterrewohnung oder in der Dachgeschosswohnung. Im Erdgeschoss kommen die Einbrecher in der Regel ebenfalls über ein Fenster an der Hausrückseite hinein.

Warum sind gerade Dachgeschosswohnungen gefährdet?

In einer Dachgeschosswohnung können die Täter nur aus einer Richtung überrascht werden. Und sie bekommen frühzeitig mit, wenn unten jemand ins Haus kommt. Wir hatten schon viele Fälle, bei denen die Wohnungsinhaber zurückkehrten und da kamen ihnen zwei junge Herren im Treppenhaus entgegen, grüßten noch freundlich und verließen das Haus. Als die Bewohner dann oben an ihrer Wohnungstür waren, stellten sie dort Hebelspuren fest.

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