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Einbrecher: Wer sind die Täter?

Im Jahr 2016 war die Zahl der Einbrüche im Privatumfeld in Deutschland erstmals seit langem wieder rückläufig. Der Trend setzt sich seither fort: 2018 wurden 97.504 Wohnungseinbruchdiebstähle angezeigt. Im Vorjahr waren es noch 116.540. Demnach sank die Fallzahl um rund 16 Prozent.

Einbruchschutz Täter

Meist Männer, aber auch viele Frauen und Kinder


Je anonymer das Wohnumfeld, desto erfolgreicher der Einbrecher

© Racle Fotodesign/stock.adobe.com

 

Im Jahr 2016 war die Zahl der Einbrüche im Privatumfeld in Deutschland erstmals seit langem wieder rückläufig. Der Trend setzt sich seither fort: 2018 wurden 97.504 Wohnungseinbruchdiebstähle angezeigt. Im Vorjahr waren es noch 116.540. Demnach sank die Fallzahl um rund 16 Prozent. Die Aufklärungsquote war mit 18,1 Prozent zwar etwas höher als in den Vorjahren, dennoch gehören Einbrüche in Wohnungen und Häuser weiterhin zu den Straftaten, die am seltensten aufgeklärt werden. Viele Einzeltäter und Banden werden nie gefasst.

Täter zum Großteil männliche Erwachsene

In der Regel werden Einbrüche von Männern verübt, wie die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt: Von den 13.027 Tatverdächtigen im Jahr 2018 waren 11.103 Personen männlich und entsprechend 1.924 Personen weiblich. Die meisten Tatverdächtigen sind älter als 21 Jahre (10.112 Personen). Die Anzahl derjenigen, die zum Zeitpunkt des Einbruchs jünger als 21 Jahre alt waren, lag somit bei 2.915. Einige von ihnen sind noch keine 14 Jahre alt: 2018 wurden 189 Kinder verdächtigt, einen Einbruch verübt zu haben bzw. an einem Einbruch beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn es sich bei einigen Taten vermutlich um Mutproben oder Dummejungenstreiche handelt, werden Kinder in einigen Fällen gezielt für Einbrüche instrumentalisiert. Hinter solchen Vorgehensweisen stecken meist organisierte Banden, die ausnutzen, dass Kinder noch nicht strafmündig sind.

Reisende Einbrecherbanden am Werk

Bei den Tatverdächtigen dominieren nach Angaben des Bundeskriminalamts zwar nach wie vor deutsche Staatsangehörige und sogenannte „örtlich-regionale Täter“ wie etwa Banden von Jugendlichen oder Drogenabhängige. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt jedoch bei etwa 40 Prozent. Dass so viele Täter aus dem Ausland kommen, hängt vor allem damit zusammen, dass viele Einbrüche mittlerweile von reisenden Gruppen verübt werden. Meist kommen sie aus Osteuropa. Da die Grenzen offen sind, gibt es auf dem Weg aus Deutschland heraus nur noch sporadisch polizeiliche Kontrollen, was das Entdeckungsrisiko für die Täter deutlich verringert. Im Falle schwerwiegender Einbruchsdelikte und Tatserien wird daher immer öfter auf einen staatenübergreifenden Informationsaustausch gesetzt. Ein Beispiel ist die Aachener Erklärung – eine Vereinbarung zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Sie hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der Länder in Sachen grenzüberschreitender Einbruchskriminalität zu verbessern.

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