Sie sind hier >  /  
< Erschlichene Vertragsabschlüsse

Kaffeefahrten

Die Veranstalter von Kaffeefahrten sprechen gezielt ältere Menschen an: Sie versprechen Ihnen für wenig Geld einen Tagesausflug mit dem Bus, dazu freies Essen und Trinken und auch noch Geschenke. Hier erfahren Sie, was es bei solchen Veranstaltungen zu beachten gibt.

Worauf Sie achten sollten

Bei Kaffeefahrten handelt es sich häufig um reine Werbeveranstaltungen 

© Doc RaBe, fotolia

 

Die Veranstalter von Kaffeefahrten sprechen gezielt ältere Menschen an: Sie versprechen Ihnen für wenig Geld einen Tagesausflug mit dem Bus, dazu freies Essen und Trinken und auch noch Geschenke. Hier erfahren Sie, was es bei solchen Veranstaltungen zu beachten gibt.

 

Ein zentraler Programmpunkt der Fahrt ist stets die „Möglichkeit zur Teilnahme an einer Werbeveranstaltung“. Auf dieser Werbeveranstaltung werden Ihnen verschiedene Waren angeboten. Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentralen sind diese häufig qualitativ schlechter und teurer als im Handel. Viele Teilnehmer kaufen trotzdem – mehr, als sie sich finanziell leisten können. Wenn sie wieder zu Hause sind, bereuen sie die spontanen Kaufentscheidungen. Oft werden die Verkaufsveranstaltungen vom Veranstalter nicht angemeldet und sind nicht genehmigt. Solche Veranstaltungen beendet die Polizei immer wieder vorzeitig.

Was kann ich tun?

Das Kommissariat Vorbeugung der Polizei Münster rät:

  • Grundsätzlich spricht nichts gegen die Teilnahme an einer Kaffeefahrt, aber fühlen Sie sich niemals zu einer Bestellung oder einem Kauf verpflichtet.
  • Wenn Sie von dem Vertrag zurücktreten möchten, dann schicken Sie einen schriftlichen Widerruf (Einschreiben mit Rückschein!) binnen zwei Wochen nach Vertragsschluss an den Verkäufer. 
  • Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch für Kaffeefahrten ins Ausland, wenn in Deutschland dafür geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgeführt werden.

Die Polizei Bayern rät:

  • Eine Teilnahme an derartigen Veranstaltungen verpflichtet niemals zu einem Kauf oder einer Bestellung.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht ganz genau verstanden haben.
  • Achten Sie bei Vertragsabschluss auf das aktuelle Datum.
  • Fordern Sie eine Durchschrift des Vertrags mit Name und Anschrift des Vertragspartners.
  • Bei Rücktritt senden Sie einen schriftlichen Widerruf per Einschreiben mit Rückschein an den Vertragspartner. Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch für Kaffeefahrten ins Ausland. Allerdings nur dann, wenn in Deutschland dafür geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgeführt wurden.

Weitere Infos für Senioren

Gefahrenpotenziale erkennen und vorbeugen

„Keine Phase des Erwachsenenlebens ist so sicher wie das höhere...[mehr erfahren]

Tipps für Senioren

Die Generation „60+“ ist längst von der Werbewirtschaft und der...[mehr erfahren]

Wann kann man gebuchte Reisen kostenfrei stornieren?

Türkei, Ägypten, Frankreich, Tunesien: Die Terroranschläge in...[mehr erfahren]

Polizeiarbeit mit der Prognosesoftware „Precobs“

Angelehnt an die mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestatteten...[mehr erfahren]

Menschen über 65 aus Sicht der Verkehrsunfallstatistik

Ältere Menschen sind als Autofahrer, aber auch häufig als Fußgänger...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.