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Keine Chance für Betrüger

Senioren sind von bestimmten Straftaten wie Raub- oder Betrugsdelikten besonders schwer betroffen. Gerade die Hilfsbereitschaft und die schwächere körperliche Verfassung vieler älterer Menschen machen sie zu vermeintlich leichten Zielen für Kriminelle. Die Polizei steuert mit außergewöhnlichen Präventionsprojekten dagegen.

Polizei unterstützt Senioren mit außergewöhnlichen Präventionsmethoden

Präventionstheater des Berliner Polizeiabschnitts 22

© Polizeidirektion Berlin

 

Senioren sind von bestimmten Straftaten wie Raub- oder Betrugsdelikten besonders schwer betroffen. Gerade die Hilfsbereitschaft und die schwächere körperliche Verfassung vieler älterer Menschen machen sie zu vermeintlich leichten Zielen für Kriminelle. Die Polizei steuert mit außergewöhnlichen Präventionsprojekten dagegen.

 

Regelmäßig berichten Medien über Trickbetrüger, die mit unterschiedlichsten Vorgehensmethoden das Vertrauen von Rentnern gewinnen und sich anschließend Zugang zu deren Geld und Wertgegenständen verschaffen. Die starke Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit und das gesteigerte Bewusstsein für die eigene Gefährdung führen dazu, dass bei vielen Senioren Angst ein bedeutender Bestandteil des Lebens geworden ist. Dieser Zustand kann sich negativ auf die gesamte Lebensgestaltung auswirken: Die persönliche Selbständigkeit wird minimiert, zeitgleich findet ein Rückzug von der Außenwelt statt.

 

Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, bietet die Polizei im Rahmen der Präventionsarbeit vielerorts Informationsveranstaltungen und Vorträge rund um das Thema „Seniorensicherheit“ an. In aller Regel geht es dabei inhaltlich um Ratschläge und Tipps, die älteren Menschen das Erkennen von Tricks und den richtigen Umgang mit aufdringlichen oder unseriösen Zeitgenossen an der Haustür erleichtern sollen. Darüber hinaus versuchen Mitarbeiter der Polizei immer wieder, bei der Gestaltung von Präventionsmaßnahmen für ältere Menschen unkonventionelle Wege zu gehen. Ein erfolgreiches Beispiel für ein solches Projekt ist das Präventionstheater des Berliner Polizeiabschnitts 22. Im Stadtteil Charlottenburg haben es die Polizeibeamten immer wieder mit Trickbetrügern zu tun, berichtet die zuständige Präventionsbeauftragte Andrea Kryger-Tosuner: „Gerade ältere Damen werden häufig Opfer von Betrugsdelikten. Wir hatten schon Fälle, wo es um Geldbeträge von 50.000 Euro und mehr ging.“

 

Weil Trickbetrug in vielen Fällen durch das Verhalten der Opfer begünstigt wird, überlegte sich eine Gruppe von zehn Polizisten im Jahr 2003, wie man ältere Menschen bereits im Vorfeld für die Gefahr durch Betrüger sensibilisieren könnte. Die Idee: Eine Veranstaltung, die Inhalte nicht nur in reiner Informationsform, sondern vor allem über spielerische und unterhaltende Elemente vermittelt. Geboren war das Präventionstheater, in dem Polizisten und Polizistinnen als Laienschauspieler agieren und auf amüsante Art und Weise die verschiedenen Vorgehensweisen von Betrügern auf einer eigenen Bühne in Charlottenburg-Wilmersdorf darstellen.

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