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Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

Das Münchner Oktoberfest ist eines der größten und beliebtesten Volksfeste der Welt. Jedes Jahr zieht es Millionen Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt auf die „Wiesn“ – Spaß und Unterhaltung stehen dabei im Vordergrund. Aber es gibt auch Schattenseiten: Immer wieder werden Mädchen und Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ setzt sich im Vorfeld und vor Ort für die Sicherheit der Besucherinnen ein.

Kein Stress auf dem Oktoberfest

„I mog a Gaudi koa Gfrett!“ ist das Motto der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

© Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen c/o AMYNA e. V. 

 

Das Münchner Oktoberfest ist eines der größten und beliebtesten Volksfeste der Welt. Jedes Jahr zieht es Millionen Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt auf die „Wiesn“ – Spaß und Unterhaltung stehen dabei im Vordergrund. Aber es gibt auch Schattenseiten: Immer wieder werden Mädchen und Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ setzt sich im Vorfeld und vor Ort für die Sicherheit der Besucherinnen ein.

Ausnahmezustand zum Oktoberfest wird unterschätzt

Besonders gefährdet sind Mädchen und junge Frauen aus der Region sowie Touristinnen. „Die Frauen unterschätzen die Ausmaße des Oktoberfestes und reisen etwa ohne vorherige Hotelbuchung an. Außerdem schätzen sie häufig die Wirkung des starken Bieres in den Festzelten falsch ein. Wenn sie dann noch ihre Gruppe verlieren, laufen sie oft ziellos über das riesige Festgelände. Diese Frauen sind einem höheren Risiko ausgesetzt, denn erfahrungsmäß sind dies Situationen, in denen häufig Übergriffe passieren“, erklärt Alexandra Stigger vom Frauennotruf München und Leiterin der Interventionsstelle der Aktion „Sichere Wiesn“.

„I mog a Gaudi koa Gfrett!“

Die Aktion „Sichere Wiesn“ ist ein gemeinsames Projekt der Vereine Amyna e. V., IMMA e. V. und des Frauennotrufs München. Ziel der Aktion ist es, zum einen durch eine breit angelegte Präventionsarbeit im Vorfeld des Festes Übergriffe auf Frauen möglichst zu verhindern. Zum anderen wird Frauen, die auf dem Fest in eine Notsituation geraten, im vor Ort eingerichteten „Security Point“ kompetent und schnell geholfen. In den Wochen vor dem Oktoberfest besuchen die Mitarbeiterinnen der Aktion im Rahmen des „Pausenhofprojekts“ Münchner Schulen und geben den Schülerinnen wichtige Hinweise und Tipps. „Wir wollen, dass der Wiesnbesuch jungen Frauen und Mädchen Spaß macht – das spiegelt sich auch in unserem Motto: „I mog a Gaudi koa Gfrett!“ („Ich möchte Spaß und keinen Ärger!“) wider. Dennoch sollten die jungen Frauen einige Verhaltenstipps beherzigen, damit ihnen nichts passiert“, betont Alexandra Stigger.

Das Oktoberfest genießen – aber sicher!

© drubig-photo, fotolia

Immer zusammen bleiben!

Wichtig sei vor allem, dass man sich möglichst immer innerhalb einer Gruppe bewege und sich auch schon im Vorfeld gut abspreche – für den Fall, dass man sich etwa einmal verliert. „Wenn möglich, sollte man auch zu zweit zur Toilette oder zu Fahrgeschäften gehen, denn auch hier ist es schon zu Übergriffen gekommen“, so die Expertin. Besonders riskant sei es, sich irgendwo auf dem Gelände zum Schlafen hinzulegen – etwa im Bereich des Hügels unter der Bavaria. „Die Frauen sind häufig angetrunken und werden dann irgendwann müde. Sie suchen sich dann einen Platz, an dem sie sich hinlegen können. Genau das ist aber gefährlich – hier kommt es besonders häufig zu Übergriffen“, erklärt Alexandra Stigger.

Private Fahrdienste meiden!

Problematisch nicht nur für Frauen sind auch teure Schwarztaxen oder private Fahrdienste, die zur Wiesnzeit vermehrt in München unterwegs sind. Denn diese Fahrer sind nur schwer oder gar nicht nachverfolgbar, zudem fehlen ihnen in der Regel eine Taxilizenz, ein Personenbeförderungsschein sowie eine Gewerbeanmeldung. Außerdem problematisch: Die private KFZ-Versicherung des Fahrers enthält meist immer eine Klausel, die eine gewerbliche Nutzung des Fahrzeugs ausschließt – es besteht für die Mitreisenden also kein Versicherungsschutz.

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