< Autoposer: Hauptsache laut und auffällig

Weniger Tote und Verletzte

Die Polizei nahm im Jahr 2017 rund 2,6 Millionen Unfälle auf. Das sind 2,2 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts. Damit ist 2017 das unfallreichste Jahr seit der deutschen Wiedervereinigung.

Die Verkehrsunfallstatistik 2017


2017 kamen weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben

© oooRENAooo/stock.adobe.com

 

Die Polizei nahm im Jahr 2017 rund 2,6 Millionen Unfälle auf. Das sind 2,2 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts. Damit ist 2017 das unfallreichste Jahr seit der deutschen Wiedervereinigung.

Weniger Unfälle mit Personenschaden

Bei 2,3 Millionen Unfällen, die sich 2017 auf Deutschlands Straßen ereigneten, blieb es bei einem Sachschaden. Bei den anderen rund 302.700 Unfällen wurden hingegen Personen verletzt oder sogar getötet. Die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmer sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 390.300 Personen. Die Zahl der getöteten Menschen nahm ebenfalls leicht ab, um 0,8 Prozent. So kamen 2017 insgesamt 3.180 Personen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Im Vorjahr waren es noch 3.206 Personen. Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit etwa 60 Jahren.

Autofahrer besonders gefährdet

Die Statistik gibt zudem Aufschluss darüber, mit welchen Verkehrsmitteln die tödlich Verunglückten unterwegs waren. Dabei zeigt sich: Mit dem Auto passieren die meisten Unfälle mit Todesfolge. Etwa 45 Prozent der Getöteten kamen in einem Pkw zu Schaden. Weitere 18 Prozent waren Benutzer von Krafträdern. 15 Prozent der Opfer waren Fußgänger und 12 Prozent benutzten ein Fahrrad.

Was die Verkehrsunfallstatistik außerdem verdeutlicht: Im Jahr 2017 kamen mehr Personen auf einem Kraftrad, wie einem Motorrad oder -roller, zu Tode als im Vorjahr (+47 Personen). Dagegen kamen weniger Menschen auf Kleinkrafträdern und Mofas ums Leben (-9 Personen). Auch die Zahl der verunglückten Radfahrer sank um 11 auf 382 Personen. Im Jahr 2017 wurden außerdem 483 Fußgänger im Straßenverkehr getötet – das sind sieben Personen weniger als im Vorjahr. Am stärksten ging die Zahl der getöteten Insassen eines Pkw zurück – sie sank von 1.531 auf 1.434 Personen.

Häufigste Unfallursachen

Menschliches Fehlverhalten war im Jahr 2017 mit Abstand die häufigste Ursache für Unfälle im Straßenverkehr. In 88 Prozent der Fälle machten Fahrzeugführer einen Fehler, beispielsweise indem sie einer anderen Person die Vorfahrt nahmen, falsch abbogen oder zu wenig Abstand hielten. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss wird als menschliches Fehlverhalten eingestuft. Weitere drei Prozent der Unfälle sind dem Fehlverhalten von Fußgängern zu schulden, die beispielsweise die Straße bei Rot überquerten. Hinzu kamen allgemeine Unfallursachen wie Straßenglätte durch Regen bzw. Schnee oder Sichtbehinderung durch Nebel (8 Prozent). Technische Defekte und Wartungsmängel machten hingegen nur einen Prozent der Unfallursachen aus.

Unfälle in den Bundesländern

Vergleicht man die einzelnen Bundesländer, starben in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen und im Saarland 2017 mehr Menschen im Straßenverkehr als noch im Jahr zuvor. Mit Ausnahme von Bremen und Hamburg, wo die Zahl der Unfalltoten in etwa gleich blieb, ereigneten sich in allen weiteren Bundesländern jedoch weniger tödliche Unfälle. Besonders deutlich war der Rückgang in Berlin (-20 Personen, -36 Prozent) und in Schleswig-Holstein (-14 Personen, -12 Prozent).

 

MW/SBa (30.11.2018)

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