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Mehr Tote und Verletzte

Die Polizei nahm im Jahr 2018 etwa 2,6 Millionen Unfälle auf. Das sind rund 7.000 weniger als noch im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis). Trotz dieses Rückgangs gab es dennoch mehr Verletzte und Tote als im Jahr 2017.

Die Verkehrsunfallstatistik 2018


2017 kamen weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben

© oooRENAooo/stock.adobe.com

 

Die Polizei nahm im Jahr 2018 etwa 2,6 Millionen Unfälle auf. Das sind rund 7.000 weniger als noch im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis). Trotz dieses Rückgangs gab es dennoch mehr Verletzte und Tote als im Jahr 2017.

Mehr Unfälle mit Personenschaden

Bei etwa 2,3 Millionen Unfällen, die sich 2018 auf Deutschlands Straßen ereigneten, blieb es bei einem Sachschaden. Bei den anderen rund 309.000 Unfällen wurden hingegen Personen verletzt oder sogar getötet. Die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmer stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf etwa 396.000 Personen. Die Zahl der getöteten Menschen nahm ebenfalls zu, sogar um drei Prozent. So kamen 2018 insgesamt 3.275 Personen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Im Vorjahr waren es noch 95 Getötete weniger.

Autoinsassen besonders gefährdet

Die Statistik gibt zudem Aufschluss darüber, mit welchen Verkehrsmitteln die tödlich Verunglückten unterwegs waren. Dabei zeigt sich: Mit dem Auto passieren die meisten Unfälle mit Todesfolge. Etwa 45 Prozent der Getöteten kamen in einem Pkw zu Schaden (1.424 Personen). Weitere 21 Prozent waren Benutzer von Krafträdern (697 Personen). 14 Prozent der Opfer waren Fußgängerinnen und Fußgänger (458 Personen), weitere 14 Prozent benutzten ein Fahrrad (445 Personen). Sechs Prozent waren Insassen von Güterkraftfahrzeugen (174 Personen) oder kamen anderweitig ums Leben, zum Beispiel mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen (20 Personen) oder in Bussen (9 Personen). Im Vergleich zum Jahr 2010 ist die Zahl der Verkehrstoten 2018 um mehr als zehn Prozent gesunken. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede hinsichtlich der Art der Verkehrsbeteiligung: Trotz des immer noch hohen Anteils ist die Zahl der getöteten Pkw-Insassen seit 2010 um rund 23 Prozent gesunken. Bei Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Menschen, die auf einem Kraftrad wie einem Mofa oder Motorrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge deutlich geringer aus (3,8 bzw. 1,7 Prozent). Dagegen ist die Zahl der getöteten Radfahrerinnen und -fahrer im Vergleich zu 2010 um fast 17 Prozent gestiegen.

Häufigste Unfallursachen

Menschliches Fehlverhalten war im Jahr 2018 erneut mit Abstand die häufigste Ursache für Unfälle im Straßenverkehr (368.559 Fälle). Das bedeutet, dass die Fahrzeugführer einen Fehler machten, beispielsweise indem sie einer anderen Person die Vorfahrt nahmen, falsch abbogen oder zu wenig Abstand hielten. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss wird als menschliches Fehlverhalten eingestuft. Einige Unfälle waren jedoch auch dem Fehlverhalten von Fußgängern zu schulden, die beispielsweise die Straße bei Rot überquerten (12.752 Fälle). Hinzu kamen allgemeine Unfallursachen wie Straßenglätte durch Regen bzw. Schnee oder Sichtbehinderung durch Nebel (30.205 Fälle). Technische Defekte und Wartungsmängel machten hingegen nur einen geringen Anteil aus (3.687 Fälle).

Höheres Risiko auf Landstraßen und Autobahnen

Wie in den Vorjahren ereignete sich auch im Jahr 2018 der Großteil der Unfälle mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften (69 Prozent), jedoch wurden hier nur 30 Prozent der Getöteten registriert. Auf Landstraßen fanden rund 24 Prozent der Unfälle mit Personenschaden statt, allerdings kamen hier wiederum 57 Prozent der Verkehrsunfallopfer ums Leben. Auf den Autobahnen wurden etwa sieben Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und 13 Prozent aller Getöteten gezählt. Dass trotz der höheren Unfallzahlen die Folgen innerhalb von Ortschaften weniger gravierend sind, liegt daran, dass hier die Fahrtgeschwindigkeit niedriger ist. Auf Landstraßen kommen im Vergleich zu Autobahnen weitere Risiken hinzu, wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn.

 

MW (31.07.2019)

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