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Gut geschützt gegen Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 15,7 Prozent auf 52.578 Fälle zurückgegangen. Dennoch bleibt NRW mit Abstand Einbruchsland Nummer Eins in Deutschland. Mit dem Präventionsprogramm „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ sensibilisiert die Polizei deshalb Bürgerinnen und Bürger für das Thema und erläutert, wie man die eigenen vier Wände am besten sichert. Alle Kreispolizeibehörden beteiligen sich an der Kampagne, am Niederrhein wird die Kampagne unter anderem von den Kreispolizeibehörden Wesel, Krefeld, Kleve, Duisburg und Viersen umgesetzt.

Polizei NRW schiebt Tätern den „Riegel vor!“


Jeder Bürger kann durch Aufmerksamkeit einen aktiven Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen leisten

© Polizei NRW

 

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 15,7 Prozent auf 52.578 Fälle zurückgegangen. Dennoch bleibt NRW mit Abstand Einbruchsland Nummer Eins in Deutschland. Mit dem Präventionsprogramm „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ sensibilisiert die Polizei deshalb Bürgerinnen und Bürger für das Thema und erläutert, wie man die eigenen vier Wände am besten sichert. Alle Kreispolizeibehörden beteiligen sich an der Kampagne, am Niederrhein wird die Kampagne unter anderem von den Kreispolizeibehörden Wesel, Krefeld, Kleve, Duisburg und Viersen umgesetzt.

Intensives Beratungsangebot

Einbrecher steigen zu jeder Tageszeit ein. Häufig geschieht es tagsüber, wenn die Bewohner nur mal kurz weg sind. Besonders in den Wintermonaten machen sie sich die früh einbrechende Dunkelheit zu Nutze und nehmen jede günstige Gelegenheit wahr. Daher wurde die Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ 2011 von der Polizei NRW ins Leben gerufen. Seitdem sind Expertenteams der Polizei landesweit unterwegs und informieren die Menschen vor Ort: In regelmäßig angebotenen Einzelberatungen, Gruppenberatungen und Vorträgen klären sie die Bürgerinnen und Bürger in NRW darüber auf, was sie selbst tun können, um sich vor einem Einbruch zu schützen. Dabei versuchen sie, individuell auf die jeweilige Wohnsituation von einzelnen Bürgern einzugehen, typische Schwachstellen aufzudecken und ihnen passgenaue Möglichkeiten zur Sicherung aufzuzeigen. Auf diese Weise schiebt die Polizei den Tätern, getreu dem Motto der Kampagne, einen Riegel vor.

Kern der Kampagne ist der „dreifache Riegel“ gegen Einbrecher:

  • Achten Sie auf verdächtige Personen/Situationen.
  • Rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei über 110.
  • Lassen sie sich neutral und kostenlos von Ihrer Polizei zum Einbruchschutz beraten.

Weitere Informationen gibt es im Einbruchschutz-Flyer der Kampagne.

Hinsehen und Handeln

Ziel von „Riegel vor!“ ist es, eine Kultur des Hinsehens und Handelns zu fördern, die den Tätern Wohnungseinbrüche erschwert. In diesem Zusammenhang wollen die Kreispolizeibehörden die Bevölkerung in NRW dafür sensibilisieren, aufmerksamer zu sein, auf verdächtige Wahrnehmungen zu achten, den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken sowie verstärkt technische Sicherungsmaßnahmen einzusetzen. „Es ist sehr wichtig, dass wir die nötigen Hinweise aus der Bevölkerung bekommen und uns verdächtige Wahrnehmungen immer sofort gemeldet werden“, betont Kriminaldirektor Wolfgang Hermanns, Dezernatsleiter im Bereich Kriminalprävention des LKA NRW. In der Mehrzahl der Fälle bevorzugen Täter das Aufhebeln von Fenstern und Türen, dies gilt auch für professionelle Täter. Auch werden Fenster immer noch auf Kipp gelassen oder eine Wohnungstür wird nur ins Schloss gezogen – was Tätern den Einbruch sehr einfach macht. Aus diesem Grund sollten Bürgerinnen und Bürger hier achtsamer sein. Viele Vorteile versprechen derzeit sogenannte „Smart Home“-Technologien. Dennoch sollte man beachten, dass ein mechanischer Grundschutz unverzichtbar ist und bleibt. „Mit Smart Home-Technologien lässt sich dieser Grundschutz nicht ersetzten, es ist eine sinnvolle Ergänzung“, erklärt Hermanns. „Auch dies ist eine wichtige Botschaft, die „Riegel vor!“ den Bürgerinnen und Bürgern vermittelt.“

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