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Wie Urlauber abgezockt werden

Abzocke und Betrug gibt es überall auf der Welt, vor allem aber dort, wo Menschen ihren Urlaub verbringen. Ob betrügerische Hütchenspieler, Nelkenfrauen oder Tuk-Tuk-Fahrer – fast jedes Land hat seine speziellen Betrugsmaschen.

Die Tricks der Betrüger

Betrüger haben es oft auf Touristen abgesehen

© CC-Verlag

Abzocke und Betrug gibt es überall auf der Welt, vor allem aber dort, wo Menschen ihren Urlaub verbringen. Ob betrügerische Hütchenspieler, Nelkenfrauen oder Tuk-Tuk-Fahrer – fast jedes Land hat seine speziellen Betrugsmaschen.

Auf weltweit von Touristen stark frequentierten Plätzen, Märkten, Strandpromenaden oder in belebten Fußgängerzonen finden sich häufig so genannte „Hütchenspieler“. Unter einem von drei Hütchen wird ein kleiner Gegenstand – zum Beispiel eine Kugel – versteckt. Der Spieler vermischt die Hütchen und Sie können Geld darauf setzen, unter welchem Hütchen sich der Gegenstand befindet. Raten Sie richtig, verdoppelt sich Ihr Einsatz. Was so einfach und lukrativ klingt, hat schon so manchen Touristen um sein Geld gebracht. Denn man kann nur verlieren. Der Hütchenspieler lässt sein Opfer in der Regel ein- oder zweimal gewinnen – um es dann in den folgenden Durchgängen gnadenlos abzuzocken. Denn durch geschickte Manipulation kann der Betrüger jederzeit genau kontrollieren, unter welchem Hütchen sich der Gegenstand gerade befindet und ihn gegebenenfalls verschwinden lassen. Häufig hat der Hütchenspieler auch einen oder mehrere Komplizen, die sich selbst als Touristen ausgeben und zum Schein viel Geld gewinnen. Versucht man dann selbst sein Glück, verliert man. Eine weitere Variante: Während Sie auf das Spiel konzentriert sind, stiehlt Ihnen ein Partner des Hütchenspielers Ihre Geldbörse oder andere Wertsachen.

Vornehmlich auf Mallorca unterwegs sind die so genannten „Nelkenfrauen“. Diese stecken Touristen unaufgefordert eine Nelke an und verlangen dafür Geld. Allzu gerne sind die Frauen dann bereit, Ihnen beim Kleingeld-Suchen behilflich zu sein – und stehlen Ihnen währenddessen die Geldscheine aus dem Portemonnaie. Die Diebinnen sind gut trainiert und extrem schnell, so dass der Diebstahl häufig einige Zeit unbemerkt bleibt.

Ein besonders perfider Trick: Sie sind mit dem Auto unterwegs und werden von einem anderen Verkehrsteilnehmer darauf hingewiesen, dass Sie einen Schaden an Ihrem Wagen haben. Sie steigen aus, um nachzuschauen und der vermeintlich nette Helfer stiehlt Ihnen zwischenzeitlich Wertgegenstände aus dem Fahrzeug. Der Trick funktioniert aber auch anders herum. Sie werden von einem Fremden angehalten und um Hilfe gebeten. Während Sie sich um die vermeintliche Panne kümmern, werden Sie bestohlen. Eine ähnliche Vorgehensweise, die vor allem in Italien beliebt ist: Mofafahrer führen absichtlich einen Verkehrsunfall herbei, um in einem unbemerkten Moment zurückgelassene Wertsachen aus dem Wagen zu stehlen. Es kann auch vorkommen, dass Ihr Wagen an einer Ampel absichtlich beschmutzt oder beschädigt wird und der Täter – häufig ein Kind – schnell wegläuft. Das Ziel: Während Sie die Verfolgung aufnehmen, um den Täter zu stellen, räumt Ihnen ein Komplize den Wagen aus – oder stiehlt ihn gleich ganz.

 

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