
Verkehrserziehung für die Kleinsten
Kinder fit machen für den Straßenverkehr
Verkehrserziehung: Je früher, desto besser
Durch eine gute Verkehrserziehung können Kinder sicher und verantwortungsbewusst am Straßenverkehr teilnehmen. Das Risiko für Unfälle sinkt. Die wichtigsten Schwerpunkte im Kindergartenalter sind:
- spielerische Bewegungsförderung, z. B. mit Rollern oder Laufrädern
- Rollenspiele, Theaterstücke und Lieder
- grundlegende Verkehrsregeln, oft durch das Nachahmen von Erwachsenen
- Vorbereitung auf den Schulweg
Die wichtigsten Schwerpunkte im Schulalter sind:
- Erkennen von Verkehrszeichen und deren Bedeutung im Alltag (z. B. Stoppschilder)
- Verhalten an Ampeln und das sichere Überqueren der Straße (Prinzip „Bei Grün gehen, bei Rot stehen“)
- Schulwegtraining vor der Einschulung
- Rollenspiele, die Verkehrssituationen nachstellen
- Einbindung der Polizei (Fahrradprüfung, Fahrradführerschein)
- digitale Lernangebote wie Apps, Videos und Online-Spiele
Wie sich gefährliche Situationen für Kinder im Straßenverkehr äußern
Dies sind wesentliche Risikofaktoren:
- eingeschränkte Wahrnehmung des Verkehrs durch geringe Körpergröße
- geringes Gefahrenbewusstsein in den ersten Lebensjahren
- Ablenkung durch andere Kinder oder Tiere, Konzentrationsverlust
- impulsives Verhalten, Unberechenbarkeit (z. B. plötzliches Überqueren der Straße)
Wie wir gefährliche Situationen für Kinder im Straßenverkehr erkennen können
Hier lauern Gefahren für Kinder im Straßenverkehr:
- Straßen ohne Zebrastreifen oder Ampeln
- unübersichtliche Kreuzungen und Einfahrten
- toter Winkel bei großen Fahrzeugen wie Lkw und Bussen
- Fahrzeuge, die aus Parklücken herausfahren
- schlechte Sichtverhältnisse bei Dunkelheit, Regen oder Nebel
- abgelenkte Autofahrer, z. B. durch Smartphones
- plötzliches Öffnen von Autotüren
- Fahrradfahren ohne Helm
- erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Nähe von Schulen, besonders während der Schulanfangs- und -Schlusszeiten
Wie wir Kinder vor den Gefahren im Straßenverkehr schützen können
Wir können…
- Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren grundsätzlich im Straßenverkehr begleiten
- auf helle Kleidung und Reflektoren achten
- auf sichere Fahrradausrüstung (Helm, verkehrssicheres Rad) achten
- mit Kindern den sicheren Schulweg üben
- alltägliche Wege zum Üben nutzen und Verkehrserziehung zum regelmäßigen Thema machen
- mit Kindern konkrete Verhaltensregeln an Zebrasteifen und Ampeln üben
- ihr Gefahrenbewusstsein schulen und ihnen erklären, wie sich bestimmte Verkehrssituationen weiterentwickeln könnten
- regelmäßig auf potenzielle Gefahrenquellen wie parkende Autos, Grundstückseinfahrten, Bäume und Büsche hinweisen
- Kinder fragen, was sie in bestimmten Situationen sehen und wie sie sich verhalten würden
- ihre Fähigkeit fördern, in die richtigen Richtungen zu schauen und die Umgebung aufmerksam wahrzunehmen
- mit ihnen üben, unerwartete Situationen wie Baustellen oder ausgefallene Ampeln zu bewältigen
KF (28.03.2025)
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