Ausländerkriminalität

Der Begriff Ausländerkriminalität beschreibt alle Straftaten, die von nichtdeutschen Personen in Deutschland begangen werden. Diese besitzen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wird zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen unterschieden. Bei den deutschen Tatverdächtigen handelt es sich um alle Verdächtigen mit deutscher Staatangehörigkeit, unabhängig von einem möglichen Migrationshintergrund. Nichtdeutsche Tatverdächtige sind demnach nicht in Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit.


Für das Jahr 2019 weist die Polizeiliche Kriminalstatistik insgesamt 699.261 nichtdeutsche Tatverdächtige aus, darunter 269.415 Zuwanderer. Der Begriff „Zuwanderer“ meint hier Personen mit dem Aufenthaltsstatus „Asylbewerber“, „Duldung“, „Bürgerkriegsflüchtling“ bzw. „unerlaubt“. Nichtdeutsche Tatverdächtige inklusive Zuwanderer machen damit einen Anteil von 34,6 Prozent an der Gesamtzahl aller Tatverdächtigen aus.

Ausländerrechtliche Delikte

Im Jahr 2019 ist die Zahl der tatverdächtigen Nichtdeutschen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken (-1,3 Prozent). 2019 wurden zudem 165.619 „Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz der EU“ (ausländerrechtliche Verstöße) registriert, das sind 1,6 Prozent mehr als 2018.

Zu den ausländerspezifischen Verstößen gehören insbesondere:

  • die „Unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 Nr. 1a Aufenthaltsgesetz“
  • der „Unerlaubte Aufenthalt gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 1, 2 und Abs. 2 Nr. 1b Aufenthaltsgesetz“
  • das „Erschleichen eines Aufenthaltstitels (gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz) durch unrichtige oder unvollständige Angaben oder Gebrauch eines so beschafften Aufenthaltstitels zur Täuschung im Rechtsverkehr“

Sonstige Delikte

Lässt man ausländerrechtliche Delikte außer Acht, betrug der Tatverdächtigenanteil nichtdeutscher Personen im Jahr 2019 insgesamt 30,4 Prozent (577.241 Personen). Zu den am häufigsten begangenen Delikten zählen Körperverletzung (144.284 nichtdeutsche Tatverdächtige), Diebstähle (143.396 nichtdeutsche Tatverdächtige) oder Betrugsfälle (121.474 nichtdeutsche Tatverdächtige).

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