Vandalismus

Der Begriff Vandalismus bezeichnet die mutwillige, illegale Beschädigung oder Zerstörung von fremdem Eigentum.

Sachbeschädigung im öffentlichen Raum

Vandalismus fällt in der Regel unter den Straftatbestand der Sachbeschädigung nach Paragraph 303 Strafgesetzbuch (StGB), kann aber auch andere Straftatbestände erfüllen, wie etwa vorsätzliche Brandstiftung, Haus- oder Landfriedensbruch oder aber in den Bereich der Umweltdelikte fallen. Häufig richtet sich die Zerstörungswut der meist männlichen, jugendlichen Täter gegen Einrichtungen in der Öffentlichkeit.

Beispiele

Formen können sein:

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Haltestellen (z. B. Sitze aufschlitzen, Scheiben zerkratzen oder besprühen, Scratching und Graffitis)
  • Auf der Straße (Abtreten von Autospiegeln, Anzünden von Altkleidercontainern)
  • Auf Friedhöfen (Zerstören von Gräbern und Grabsteinen)

Anlässe können sein:

  • Einbrüche, wenn nichts Wertiges zu holen ist
  • Facebook-Partys
  • Großveranstaltungen wie Demonstrationen, Konzerte oder Fußballspiele

Der Begriff Vandalismus leitet sich vom germanischen Volk der Vandalen ab, die im Jahr 455 in Rom einmarschierten und die Stadt plünderten – obwohl es historisch keine Belege für die blinde Zerstörungswut der Vandalen gibt.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurden 2018 insgesamt 560.977 Sachbeschädigungsdelikte erfasst, darunter 97.610 Fälle von Sachbeschädigung durch Graffiti. Damit war die Anzahl etwas geringer als noch im Vorjahr (Gesamt: -2,8 Prozent; Graffiti: -6,1 Prozent). Vandalismus ist auch ein häufiges Begleitdelikt beim Wohnungseinbruchdiebstahl: Manche Täter zerstören bei ihren Beutezügen auch mutwillig die Inneneinrichtung, beschmieren Wände und Türen oder hinterlassen Chaos und Verwüstung.

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