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Richtiges Verhalten im Wald

Die deutschen Wälder sind als Naherholungsgebiet für viele Menschen wichtig – zum Beispiel für Wanderer, Hundebesitzer, Jogger, Geo-Cacher, Reiter, Pilzesammler oder Radfahrer. Jeder verfolgt dabei seine ganz eigenen Interessen, häufig jedoch ohne Rücksicht auf andere oder auf die Natur. Worauf man achten sollte, wenn man im Wald unterwegs ist, erklärt Alexandra Arnold, Geschäftsführerin beim Deutschen Forstverein.

Rücksicht auf Mensch, Tier und Natur nehmen


Wer im Wald unterwegs ist, sollte einige Regeln beachten

© Kzenon/stock.adobe.com

 

Die deutschen Wälder sind als Naherholungsgebiet für viele Menschen wichtig – zum Beispiel für Wanderer, Hundebesitzer, Jogger, Geo-Cacher, Reiter, Pilzesammler oder Radfahrer. Jeder verfolgt dabei seine ganz eigenen Interessen, häufig jedoch ohne Rücksicht auf andere oder auf die Natur. Worauf man achten sollte, wenn man im Wald unterwegs ist, erklärt Alexandra Arnold, Geschäftsführerin beim Deutschen Forstverein.

Illegal angelegte Mountainbike-Trails

Mountainbiking im Wald wird immer beliebter – vor allem auch mit E-Mountainbikes. Diese Touren können aber zu vielen Problemen führen, wenn sich die Fahrer rücksichtslos verhalten. „Wer einfach querfeldein fährt, kann etwa Jungpflanzen und Bäume beschädigen. Außerdem kann es zur Erosion von Hängen kommen. Ein weiteres großes Problem: Wildtiere wie Rehe und Wildschweine, aber auch Wildkatzen, Luchse und Schwarzstörche werden aufgeschreckt und zum Teil unter enormen Stress gesetzt“, erklärt Alexandra Arnold vom Deutschen Forstverein. Wildschweine könnten zudem auch aggressiv reagieren, vor allem eine Bache, die Frischlinge hat. Manche Mountainbiker bauen im Wald sogar eigene Trails und Sprungschanzen, wofür sie unter anderem auch Bäume fällen. „Man darf nicht vergessen, dass das jeweilige Waldgebiet auch immer jemandem gehört. Viele Wälder in Deutschland sind etwa in Privatbesitz. Fremde dürfen dort nicht einfach selbst Wege oder Rampen anlegen – im eigenen Garten würde man das ja auch nicht wollen“, betont die Expertin. Zudem können die heimlich errichteten Eigenbauten auch für die Biker selbst zur Gefahr werden. Stürzt etwa jemand und verletzt sich, kann es schwierig werden, diese Person zu finden, wenn niemand von dem Trail weiß. Alexandra Arnold: „In vielen Wäldern gibt es legal und offiziell angelegte Strecken, die man nutzen kann. Wenn nicht, lohnt sich ein Gespräch mit dem Besitzer. Vielleicht kann man in gemeinsamer Absprache einen geeigneten Ort finden.“

Alexandra Arnold

© Deutscher Forstverein e. V.

Auf den Wegen bleiben

Grundsätzlich sollte sich jeder, der sich im Wald aufhält, auf den dafür vorgesehenen Wegen halten und sowohl Rücksicht auf Tiere und Pflanzen als auch auf andere Personen nehmen. „Jogger und Hundebesitzer kommen sich ab und zu schon einmal in die Quere. Wenn ein Hund nicht angeleint ist, kann das schnell für Verunsicherung sorgen. Das Gleiche gilt, wenn Reiter auf nicht angeleinte Hunde treffen. Außerdem können auch Hunde Wildtiere aufschrecken, wenn sie abseits der Wege unterwegs sind. In manchen Wäldern gilt daher auch Leinenpflicht“, erklärt Arnold. Absolut tabu sollte aufgrund der hohen Waldbrandgefahr das Rauchen und Grillen sein. Daher ist beides in vielen Wäldern strikt verboten.

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