< Flüchtlinge in der Abmahnfalle

Fake-Shops bei Amazon

Immer wieder fallen Käufer auf so genannte „Fake-Shops“ bei Amazon herein. Betrüger nutzen die Popularität und Seriosität des Online-Kaufhauses, um dort eigene Angebote zu platzieren. Kunden bestellen die vermeintlichen Schnäppchen und überweisen die geforderte Summe an die Cyberkriminellen – ohne das bestellte Produkt je zu erhalten. Hans-Joachim Henschel vom „Ratgeber Internetkriminalität“ der Polizei Niedersachsen erklärt, wie die Betrüger vorgehen und wie man sich schützen kann.

Vorsicht bei billigen Angeboten


Fakeshops locken Kunden mit vermeintlichen Schnäppchen

© marog-pixcells

 

Immer wieder fallen Käufer auf so genannte „Fake-Shops“ bei Amazon herein. Betrüger nutzen die Popularität und Seriosität des Online-Kaufhauses, um dort eigene Angebote zu platzieren. Kunden bestellen die vermeintlichen Schnäppchen und überweisen die geforderte Summe an die Cyberkriminellen – ohne das bestellte Produkt je zu erhalten. Hans-Joachim Henschel vom „Ratgeber Internetkriminalität“ der Polizei Niedersachsen erklärt, wie die Betrüger vorgehen und wie man sich schützen kann.

Herr Henschel, wie läuft die Masche der Fakeshop-Betrüger ab?

Bei Amazon und vergleichbaren seriösen Onlineshops können auch alternative Händler einen Shop einrichten, denn auch bei solchen Riesen wie Amazon ist nicht immer alles direkt zu bekommen. Dabei muss es sich auch nicht immer um Neuware handeln. Bei Amazon werden diese Verkäufer unter dem Begriff „Marketplace" geführt. Da z. B. Amazon für viele Internetnutzer ein bekannter und seriöser Anbieter ist, ist hier das Vertrauen natürlich sehr hoch, so dass man sich beim Shoppen sicher fühlt und nicht gleich an Fakeshops denkt. Die Täter bieten nun ein begehrtes Produkt an, welches angeblich umgehend verfügbar und besonders günstig ist. Möchte der Kunde dieses gute Angebot annehmen und klickt auf den Shop bzw. auf die Verkäuferinformation, so wird er von den Tätern zu einer auf Amazon unüblichen Kontaktaufnahme aufgefordert: Über Verlinkungen wie „Diesen Preis gibt es nur hier“ oder „Kontaktieren Sie mich“ locken die Täter die Schnäppchenjäger auf andere Webseiten zur Kontaktaufnahme. Wird dann das Kaufinteresse bekundet, erhält der Käufer von den Cyberkriminellen eine Mail mit der weiteren Anweisung zur Bezahlung. Hier soll das Geld mittels Paypal, Paysafe, Western Union oder vergleichbarer Überweisung übertragen werden. Wer bezahlt, sieht jedoch weder etwas von der Ware oder vom Geld wieder. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn plötzlich erneut Zugangsdaten zu Amazon einzugeben sind, obwohl man zuvor bereits eingeloggt war. Dann besteht zusätzlich auch noch die Gefahr, Opfer von Phishing zu werden. Dies ist jedoch nicht mit der Bezahlmethode „Amazon Payment“ zu verwechseln, die Amazon für ausgewiesene Shops anbietet.

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