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Kontaktloses Bezahlen

Das Bezahlen an der Kasse soll mit funkfähigen Kredit- und EC-Karten schneller und einfacher werden. Bei kleineren Beträgen bis 25 Euro ist der Bezahlvorgang ganz ohne Unterschrift oder PIN-Eingabe möglich. Doch wie sicher ist das kontaktlose Bezahlen? Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz klärt über die Vor- und Nachteile der funkfähigen Karten auf.

Wie sicher sind funkfähige Kredit- und Girokarten?


Immer mehr Händler bieten das kontaktlose Bezahlen an

© s4svisuals/stock.adobe.com

 

Das Bezahlen an der Kasse soll mit funkfähigen Kredit- und EC-Karten schneller und einfacher werden. Bei kleineren Beträgen bis 25 Euro ist der Bezahlvorgang ganz ohne Unterschrift oder PIN-Eingabe möglich. Doch wie sicher ist das kontaktlose Bezahlen? Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz klärt über die Vor- und Nachteile der funkfähigen Karten auf.

Ein Chip macht es möglich

Einfach die Karte ans Lesegerät halten, schon ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. Die Technik, mit der das kontaktlose Bezahlen möglich wird, nennt sich „Near Field Communication“ (NFC). In vielen Giro- und Kreditkarten sind die Chips schon verbaut. Ob die eigene Karte NFC-fähig ist, erkennt man an einem auf die Karte aufgedruckten Wellensymbol. Es ähnelt dem WLAN-Symbol, das viele Computer und Smartphones anzeigen, wenn sie kabellos mit dem Internet verbunden sind. Um kontaktlos bezahlen zu können, muss das Kartenlesegerät im Geschäft oder im Restaurant allerdings ebenfalls NFC-fähig sein. Ist das der Fall, muss man die Karte nur kurz an das Gerät halten, um den gewünschten Betrag abzubuchen. Bei Beträgen bis 25 Euro ist das Bezahlen ganz ohne PIN und Unterschrift möglich. Visa hat die Grenze bei seinen Kreditkarten auf 50 Euro erhöht.

Christian Gollner

© Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.

Was praktisch klingt, birgt auch Gefahren

Die größte Gefahr beim kontaktlosen Bezahlen ist die Möglichkeit, dass Kriminelle die auf der Karte gespeicherten Daten auslesen könnten, um sie anschließend im Internet für Einkäufe zu missbrauchen. Zum Auslesen genügt schon ein normales Smartphone mit einer Schnüffel-App, wie beispielsweise die Android-Anwendung „Scheckkartenleser“. Der Täter hält sein Telefon in die Nähe des Portemonnaies des potenziellen Opfers und liest mit der App über Funk die Kartennummer und das Gültigkeitsdatum aus. „Mit diesen Informationen wird es Kriminellen allerdings nur sehr eingeschränkt möglich sein, im Internet unerlaubt einzukaufen“, erklärt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „In der Regel wird bei Online-Zahlungsvorgängen die Prüfziffer oder eine TAN abgefragt. Trotzdem gibt es noch einige Anbieter im Netz, die diese Sicherheitsabfragen – auf eigenes Risiko hin – nicht verlangen.“ Wer im Geschäft an der Kasse zahlt, muss sich hingegen wenig Sorgen machen, weil die Karte in einem sehr dichten Abstand von etwa vier Zentimetern an das Lesegerät gehalten werden muss. Kriminelle müssten also sehr nah an das Opfer herantreten, um die Daten abzugreifen.

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