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Wenn Mobbing keine Grenzen kennt

97 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein Smartphone. 94 Prozent dürfen dieses auch mit in die Schule nehmen. Zudem haben etwa neun von zehn Heranwachsenden die Möglichkeit, vom eigenen Zimmer aus mit einem Tablet, Laptop oder PC zu surfen.

Der Einfluss des Internets auf die Gewalt an Schulen

Cyber-Mobbing wird immer mehr zum Problem

© kebox, fotolia

 

97 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein Smartphone. 94 Prozent dürfen dieses auch mit in die Schule nehmen. Zudem haben etwa neun von zehn Heranwachsenden die Möglichkeit, vom eigenen Zimmer aus mit einem Tablet, Laptop oder PC zu surfen. Mit einem Anteil von 41 Prozent wird das Internet am häufigsten genutzt, um sich mit dem sozialen Umfeld auszutauschen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Jugend, Information, (Multi-) Media 2016“ des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Demnach spielt die internetbasierte Kommunikation eine wichtige Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen – auch in der Schule. Obwohl sich das World Wide Web im pädagogischen Kontext bereits als sinnvolles Hilfsmittel bewiesen hat, zeigen sich im Schulalltag auch negative Konsequenzen. So hat die Internetnutzung erheblichen Einfluss auf den Umgang mit Gewalt zwischen Schülerinnen und Schülern. Mobbingattacken auf dem Pausenhof werden nicht selten als Cyber-Mobbing im Internet weitergeführt. Teilweise beginnt Mobbing auch online und setzt sich in der Schule fort. Klassisches und virtuelles Mobbing lassen sich heute kaum noch trennen.

Cyber-Mobbing hat viele Gesichter

Die psychischen Angriffe im Internet können verschiedene Formen annehmen. So werden Betroffene beispielsweise durch das wiederholte Versenden von beleidigenden Nachrichten per Email, SMS, Instant-Messenger oder in Chats schikaniert oder bedroht. Häufig verbreiten die Täter auch Verleumdungen, Gerüchte oder persönliche Informationen über das Opfer im Netz. Die Empfänger sind meist die Mitschülerinnen und Mitschüler oder sogar die ganze Schule. Ein bewusster Ausschluss des Opfers von Chatgruppen oder sozialen Aktivitäten im Internet kann ebenso hinzugezählt werden. Werden körperliche Angriffe in der Schule gefilmt oder fotografiert und landen anschließend im Netz, gilt dies auch als Form des Cyber-Mobbings. Denn selbst wenn die physische Gewalt vorüber ist, hält die psychische Belastung des Opfers dadurch an. Wie die Studie „Jugend, Information, (Multi-) Media 2016“ ebenfalls zeigen kann, ist Cyber-Mobbing kein Einzelfall: 34 Prozent der 12- bis 19-Jährigen kennen jemanden, der Opfer von virtuellem Mobbing geworden ist. Acht Prozent waren selbst schon betroffen.

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